Mag. Franz Doppelhofer
Rechtsanwalt
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Sanierungsdarlehen Eigentumswohnung  Drucken 

Nach dem OGH sind Sanierungsdarlehen beim Kauf einer Eigentumswohnung auch dann zu übernehmen, wenn der Ankauf laut Vertrag lastenfrei erfolgt.

Beim beabsichtigten Kauf einer Eigentumswohnung zeigt üblicher Weise ein Blick ins Grundbuch, ob mit der Wohnung für Bankkredite gehaftet wird. Der neue Eigentümer wird selbstverständlich darauf bestehen, dass die Wohnung vor Übertragung an ihn lastenfrei gestellt wird.

Oft wurden aber von der Wohnungseigentümergemeinschaft Sanierungsdarlehen aufgenommen, die nicht im Grundbuch eingetragen sind. Von deren Existenz erfährt man nur über Nachfrage bei der Hausverwaltung oder bei genauer Überprüfung der Betriebskostenabrechnung. Für die anteilige Rückzahlung des zur Sanierung des Gebäudes aufgenommen Kredites haftet der jeweilige Wohnungseigentümer. Als Käufer einer Wohnung müssen Sie also das Sanierungsdarlehen zurückzahlen, sobald Sie im Grundbuch eingetragen sind. Dies wird bei der Kaufpreisfindung berücksichtigt werden müssen. Immerhin macht es einen Unterschied, ob für die Wohnung nur der Kaufpreis zu bezahlen ist, oder zusätzlich auch noch ein Darlehensrest von oft mehreren Tausend Euro.

Wird im Kaufvertrag dazu nichts Gesondertes vereinbart, haftet der Käufer für die Rückzahlung des Sanierungsdarlehens, auch wenn der Kaufgegenstand frei von bücherlichen und außerbücherlichen Lasten erworben wird.

Bei der Kaufvertragserrichtung ist daher Vorsicht geboten.

 

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